Warum tu ich mir das eigentlich an? Von Text-Handwerk, kalten Kaffee und KI-Blabla
Da sitze ich, mit dem Blick auf die scheinbar endlose To-do-Liste, der Kaffee schon längst wieder kalt und frage mich: „Warum machst du das hier eigentlich?“
Denn inzwischen liest man ja fast täglich online, wie easy-peasy alles ist. 10k im Monat machen und dabei am Strand Cocktails schlürfen. Hacks, die von perfekten Automationen sprechen, damit man seine Texte nie wieder selbst schreiben muss und trotzdem 5 neue Anfragen pro Woche generiert (inkl. automatischem Onboarding, sonst bleibt keine Zeit, um auf der Couch zu chillen!).
Und ich denke mir nur: Okay, hab ich irgendwas verpasst?
Wo ist dieser verdammte Knopf, den scheinbar alle außer mir schon gefunden haben? Naja, wie wir alle wissen, ist es nicht gesund, sich zu vergleichen. Daher hat die liebe Céline zu einer Blogparade aufgerufen, bei der sie uns auffordert, den Blick einmal nach innen zu richten. Als ich ihre Impulsfragen gelesen habe, dachte ich erst: Oh Gott, darüber könnte ich gefühlt zehn Blogbeiträge schreiben.
Aber fangen wir mal bei einem an!
Der einfache Weg ist verlockend – macht aber selten glücklich
Eigentlich widerspricht die Selbstständigkeit meiner Natur. Ich bin ein extrem sicherheitsliebender Mensch und der Schritt in die Selbstständigkeit war ein Sprung ins eiskalte Wasser. Noch dazu bin ich eher introvertiert und hasse telefonieren. Beste Voraussetzungen also für ein eigenes Business, oder?
Passend dazu hab ich mir außerdem einen Bereich ausgesucht, in dem Ergebnisse oft nur schwer messbar sind – und es oft eine ganze Weile dauert, bis sich überhaupt was tut. Da kommen dann die ganzen KI-Tools daher, die die große Zeitersparnis versprechen und wie viel Content innerhalb kürzester Zeit produziert werden kann und ich kann nur mit offenem Mund daneben stehen.
Mit Abkürzungen ist es aber wie im echten Leben: Du kommst vielleicht schneller an (d)ein Ziel, hast aber verdammt nochmal den ganzen Weg verpasst.
Übertragen auf mein Business würde ich sagen: Austauschbare Worthülsen, Null-Inhalt und Texte, die niemand liest, weil sie von niemandem mit Haltung geschrieben wurden. Super, herzlichen Glückwunsch zu deinen neuen Website-Texten, die auch überall sonst bei deiner Konkurrenz stehen könnten.
Wie anstrengend ist es bitte, an Qualitätsstandards festzuhalten, wenn der Markt scheinbar nach „schnell und billig“ schreit? Und gleichzeitig: wie schwierig ist es, das Texthandwerk einzusetzen, wenn KI es inzwischen gut kopiert und etablierte Elemente (Tschüß, geliebter Gedankenstrich!) quasi kapert. Immer mal wieder kriege ich dann die Rückmeldung, dass eine bestimmte Formulierung doch sehr nach KI klingt. Hey, they stole it from us – nicht umgekehrt!
Warum Handwerk am Ende trotzdem gewinnt (und ich deshalb noch lange nicht aufhöre)
Warum ich mir das Ganze also eigentlich antue, kann ich euch genau sagen. Es ist die Erkenntnis, dass Algorithmen und echte Menschen am Ende dasselbe wollen – Substanz, Relevanz und echte Persönlichkeit. (Nimm das, KI!)
Wenn ich eine Nachricht von meiner Kundin erhalte, deren Website durch ehrliche, strukturierte Texte plötzlich genau die richtigen Wunschkunden anzieht. Wenn mir ein Unternehmer, mit dem ich zusammengearbeitet habe, schreibt, dass er meine Texte vom ersten Absatz an geliebt hat. Dafür mach ich das.
Um anderen Menschen zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen, die genau wie ich keine Lust mehr auf “Höher, schneller, weiter” haben. Die vielleicht auch nicht den ganzen Tag Zeit haben, auf Social Media aktiv zu sein oder auch keine Lust, sich dort ständig im Bewegtbild zu zeigen.
Eigentlich muss ich mich also inzwischen eher bei KI bedanken. Dafür, dass gutes Text-Handwerk jetzt sichtbarer heraussticht als je zuvor. Und deshalb mach ich halt auch weiter.
Fazit: Die Antwort auf die Frage
Letztes Jahr habe ich in meinem Rückblick “Wofür ich meinem Business dankbar bin” – der ebenfalls im Rahmen von Célines Blogparade entstand – ein Fazit gezogen, dass auch hier passt. Denn damals wie heute steht fest: Ich tue mir den Frust, die Unsicherheiten und das Ringen um gute Texte an, weil mir genau diese Selbstbestimmung tausendmal mehr wert ist als die vermeintliche Sicherheit eines Angestelltenjobs oder das schnelle Geld mit liebloser Fließband-Arbeit.
Es ist der Luxus, mein Leben um meine Familie herum zu gestalten – inklusive spontaner Hunderunde im Wald oder Nachmittagen am See – statt mein Leben um starre Bürozeiten zu quetschen.
Wenn du auch keine Lust mehr auf künstliches Marketing-Blabla hast und deine Website mit ehrlichen, klaren SEO-Texten für dich arbeiten lassen willst (ganz ohne lautes Social-Media-Tamtam): Melde dich gern bei mir. Ich helfe dir dabei, deine Wunschkund:innen genau darüber zu erreichen, was dich und dein Angebot wirklich ausmacht.
Der lange, ehrliche Weg zahlt sich aus – auf Google, bei den passenden Anfragen und beim Blick in den Spiegel. Ich würde ihn jederzeit wieder genau so gehen.
Hi
Ich bin Doris und meine Mission ist es, dir und deinen Angeboten zu mehr Sichtbarkeit im Internet zu verhelfen.
Schau dir gern meine Angebote an und lass mich wissen, wie ich dich unterstützen kann!



Großartig, liebe Doris, ich liebe es, wie Du der KI dankst, dass sie gutes Texthandwerk sichtbar macht. YESSS!
Schön, dass Du schon zum 2. Mal dabei bist! Vielleicht wird ja eine Tradition draus? 😉