Wofür ich meinem Business dankbar bin – 2,5 Jahre selbstständig
Hätte man mir früher gesagt, dass ich mich einmal selbstständig machen würde, hätte ich wohl laut gelacht. Ich – selbstständig? Niemals! Zu groß war mein Sicherheitsbedürfnis, zu laut die Stimme in meinem Kopf, die mich immer wieder an die Realität erinnert hat, die ich aus meiner Kindheit kannte. Meine Eltern waren in der Gastronomie selbstständig – ich habe hautnah miterlebt, wie hart das sein kann. Lange Arbeitstage, wenig Freizeit, immer ein bisschen Existenzangst im Nacken. Das wollte ich eigentlich nie für mich.
Doch das Leben hat manchmal andere Pläne. Mit zwei kleinen Kindern und nach Jahren im Angestelltenverhältnis habe ich irgendwann gemerkt, dass die tägliche Fahrtzeit mir unglaublich viel Lebenszeit raubt. Nachmittage, an denen ich mit den Kids eigentlich entspannen wollte, waren geprägt von Stress und Termindruck.
Wer schon mal mit zwei übermüdeten Kindern nach dem Kindergarten einkaufen war, weiß, wovon ich spreche: Es ist die absolute Horror-Vorstellung! Ich war jeden Tag im Funktionsmodus. Aber ich war nicht wirklich da. Nicht bei mir. Und ehrlich gesagt auch nicht richtig bei meinen Kindern. Das musste sich ändern. Fast genau 2,5 Jahre ist es jetzt her, dass ich mich als SEO-Texterin selbstständig gemacht habe. Ein guter Zeitpunkt, um im Rahmen der Blogparade „Wofür bist Du Deinem Business dankbar?“ von Céline Tuyeni diese Zeit einmal Revue passieren zu lassen.
Inhaltsverzeichnis
Von der Angestellten im Online Marketing zur selbstständigen SEO-Texterin: Mein Sprung ins kalte Wasser
Was mein Business inzwischen mit mir gemacht hat
Selbstständigkeit heißt auch Verantwortung – und manchmal Zweifel
Meine kleinen Mantras für den Selbstständigen-Alltag
Fazit: Wofür bin ich meinem Business also dankbar? Ein Fazit vom Strand
Von der Angestellten im Online Marketing zur selbstständigen SEO-Texterin: Mein Sprung ins kalte Wasser
Rückblickend war mein Leben als Angestellte im Online Marketing vor allem eines: sicher. Das feste Einkommen hat meinem bereits erwähnten Sicherheitsbedürfnis auf jeden Fall gefallen – schließlich wusste ich immer ganz genau, was am Monatsende auf meinem Konto landet. Aber diese Sicherheit hatte ihren Preis.
Die Arbeitszeiten kollidierten regelmäßig mit Arztterminen der Kinder, Elternabenden oder spontanen Notfällen. Kundenprojekte waren nicht immer spannend. Und manchmal musste ich auch Aufträge übernehmen, die so gar nicht meinen Werten entsprachen, einfach weil sie zum Job gehörten. Mein Alltag war durchgetaktet: Einkäufe, Besuche bei der Familie oder kleine Erledigungen – all das musste ich irgendwie um die Arbeit herumquetschen.
Aber der Umstieg in die Selbstständigkeit als SEO-Texterin war alles andere als leicht. Plötzlich gab es niemanden mehr, der mir sagte, was als nächstes zu tun ist. Ich musste selbst für meine Kund:innen sorgen, mich online sichtbar machen – und das als introvertierte Person! Gerade am Anfang fühlte sich das extrem ungewohnt an.
Was mein Business inzwischen mit mir gemacht hat
Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Business-Fotoshooting: Unsicher, angespannt, kaum Blickkontakt mit der Kamera. Und jetzt? Beim letzten Shooting musste mich die Fotografin fast bremsen – ich konnte gar nicht NICHT in die Kamera schauen. Dieser Wandel zeigt mir, wie sehr ich an meinen Aufgaben gewachsen bin.
Da hat sich viel verändert. Ich weiß heute viel besser, was ich kann – und was ich will. Ich weiß, wo meine Grenzen liegen und wann ich sie bewusst verschiebe. Ich bin dankbar dafür, dass ich meine Arbeit um mein Leben herum gestalten kann und nicht umgekehrt. Mal die Kinder spontan als Mittagskinder abholen und an den See fahren? Kein Problem! Eine spontane Hunderunde im Wald, wenn mein Kopf raucht? Gehört dazu. Oder spontan mit einer Freundin frühstücken, die ich lange nicht gesehen habe? Ich muss niemanden fragen, ob ich darf. Das alles ist heute möglich – und dafür bin ich jeden Tag dankbar.
Außerdem habe ich durch meine Selbstständigkeit tolle Kontakte geknüpft. Der wertvolle Austausch mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern bereichert mich sehr – sei es bei gemeinsamen Projekten, beim gegenseitigen Unterstützen oder einfach im Gespräch über die Herausforderungen und Erfolge des Businesslebens. Diese Vernetzung ist für mich ein echter Gewinn, der mein Business und mich persönlich wachsen lässt.
Danke an dieser Stelle auch an Céline – solltest du irgendwann mal eine nachhaltige Sichtbarkeitsstrategie benötigen, die zu dir passt, meld dich unbedingt bei ihr! Ihre Website findest du hier.
Selbstständigkeit heißt auch Verantwortung – und manchmal Zweifel
So sehr ich meine Freiheit und die Möglichkeiten der Selbstständigkeit liebe, so ehrlich muss ich auch sein: Die Selbstständigkeit ist kein Selbstläufer und definitiv nicht immer das Nonplusultra. Sie bedeutet vor allem eines: Verantwortung.
Verantwortung für mich selbst, für mein Einkommen, für meine Sichtbarkeit. Und auch für all die Dinge, die man im ersten Moment gern verdrängt: Buchhaltung, Steuern, Altersvorsorge. Das alles lässt sich eben nicht komplett wegdelegieren (zumindest nicht, wenn man den Überblick behalten will!).
Meine kleinen Mantras für den Selbstständigen-Alltag
Du bist selbstständig oder willst dich gerade selbstständig machen? Ich könnte jetzt sowas schreiben wie:
„Mach einen Businessplan.“
„Kalkuliere deine Stundensätze richtig.“
„Netzwerke!“
Aber das liest du eh überall.
Bevor ich jetzt also aufhöre zu schreiben, geb ich dir hier ein paar meiner persönlichen Mantras mit. Hängen so als Post-its an meinem Schreibtisch. Und sie haben mir schon oft geholfen, wenn’s mal wieder gerumpelt hat:
1. Nimm dich nicht zu ernst
Selbstständigkeit ist ein Abenteuer mit Höhen und Tiefen. Fehler passieren, Pläne ändern sich – und das ist okay! Lache auch mal über dich selbst und behalte dir auf jeden Fall deinen Humor.
2. You do you
Der Vergleich mit anderen raubt Energie und Selbstvertrauen. Du hast deine ganz eigene Geschichte, deinen eigenen Stil und deine eigenen Stärken. Vertraue darauf und gestalte dein Business so, wie es zu dir passt.
3. Teamwork makes the dream work
Netzwerke, Freund:innen, Mentoren oder Coaches können dir nicht nur fachlich helfen, sondern auch emotional. Selbstständigkeit muss kein Solo-Trip sein.
4. Pausen sind kein Luxus
Im Alltag als Selbstständige:r läuft man leicht Gefahr, immer weiter zu machen. Aber ohne Pausen geht’s nicht. Gönn dir bewusst Auszeiten – für deine Kreativität, deine Energie und deine Gesundheit.
5. Hab Vertrauen
Manchmal ist der Kopf voller Zweifel, aber dein Bauch weiß oft, was richtig ist. Trau dich, auf dein Gefühl zu hören.
Fazit: Wofür bin ich meinem Business also dankbar? Ein Fazit vom Strand
Während ihr diesen Beitrag lest, sitze ich vermutlich schon am Strand, die Füße im Meer – denn diesen Text habe ich zwischen Koffer packen, Einkaufslisten abhaken und letzten Vorbereitungen für den Urlaub geschrieben. Ein kleiner Luxus, den mir meine Selbstständigkeit ermöglicht.
Schreiben ist übrigens irgendwie so mein Ding – und wenn du dabei Unterstützung brauchst, melde dich gern bei mir. Ich freue mich, dich auf deinem Weg zu begleiten!
Ich weiß nicht, wie lange sich dieser Weg für mich richtig anfühlt. Aber im Moment bin ich einfach nur dankbar: Für die Flexibilität, die persönliche Weiterentwicklung, die wertvollen Kontakte und die Möglichkeit, mein Leben so zu gestalten, wie es zu mir und meiner Familie passt.
Danke, liebes Business, dass du mich wachsen lässt!
Hi
Ich bin Doris und meine Mission ist es, dir und deinen Angeboten zu mehr Sichtbarkeit im Internet zu verhelfen.
Schau dir gern meine Angebote an und lass mich wissen, wie ich dich unterstützen kann!



Ich glaube den Teil mit der Verantwortung die man eben dann alleine trägt vergessen viele die sich frisch selbständig machen. Sie sehen oft in den sm wie toll das bei einigen läuft, sehen sie auf Bali oder sonst wo … nur die machen das schon ewig und haben sich das hart erarbeitet. Oder sie lügen einfach und sind auf Bali weil das Leben dort günstiger ist als in Deutschland 😉
Schön daß ich durch die Blogparade auf dich gestoßen bin.
So ein schöner Artikel, liebe Doris, in dem ich das Gefühl habe, ich sitze in Deinem Wohnzimmer zwischen Todolisten und Urlaubskoffern und schaue Dir beim Denken und Schreiben zu. Ich freue mich, dass Dir Dein Business so viel Schönes liefert und dass Du die Gelegenheit beim Schopf gepackt hast, das zu reflektieren und auf Dich wirken zu lassen.
Genieße Deinen Sommer am See, am Meer, im Sand…
Glg Céline